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Beethoven für alle

Beethoven For All

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Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – diese Werte stehen nicht nur für die französische Revolution. Sie stehen für die Menschlichkeit, und diese Menschlichkeit findet ihren tiefsten Ausdruck in Beethovens Musik. Kein anderer Komponist wird so weltumspannend verstanden wie er. Egal, woher man kommt, egal, wer immer man ist: Beethovens Werk verbindet die Menschheit sowohl durch Emotionen wie auch durch den Verstand. Es passt zur Botschaft Beethovens, dass Daniel Barenboim und das von ihm gegründete West-Eastern Divan Orchestra das symphonische Werk des Komponisten nun live und auf CD in die Welt tragen.

Der Dirigent und sein Freund Edward Said haben das Ensemble, in dem Juden, Moslems und Christen gemeinsam musizieren, vor zwölf Jahren in Weimar gegründet. Barenboims humanistische Botschaft: »Edward Said und ich wollten vor allem ein Forum für junge Musiker aus Nahost schaffen. Ein Forum, in dem man über alles diskutieren kann, nicht unbedingt politisch, sondern menschlich. Wir wollten das Verständnis für den Andersdenkenden fördern. Dass daraus ein Orchester entstand, ist eher ein Zufall – ein Zufall, den wir gern kultiviert haben.« Dieser Mission hätte sich Beethoven sicher auch angeschlossen: Seine Musik galt der ganzen Welt. Die Welttournee mit dem West-Eastern Divan Orchestra, in dessen Repertoire die Musik Beethovens seit jeher einen besonderen Stellenwert hat, und eine für jeden erschwingliche Aufnahme sind da nur konsequent.

Daniel Barenboim arbeitet mit dem Orchester an Beethovens Partituren nach dem Prinzip der demokratischen Gemeinsamkeit: Er fordert den Dialog seiner Musiker, die Debatte über die Musik, das gegenseitige Zuhören. Und das hört man: Nach langer, kontinuierlicher Arbeit ist das West-Eastern Divan Orchestra nicht mehr nur ein soziales Projekt im Dienste der Völkerverständigung, sondern ein harmonisch gewachsener, wuchtiger Klangkörper. Die jungen Musiker haben eine ureigene Klangkraft entwickelt: In jeder Interpretation bringen sie die existenzielle Botschaft der Musik zum Klingen. Und bei Beethoven bedeutet das: die Kraft der Freiheit!

Die Welt befindet sich im Umbruch. In den arabischen Ländern findet eine einmalige Freiheitsbewegung statt. Selten war Beethoven so aktuell wie heute: der Stürmer und Dränger, der Revolutionär! Aber Edward Said, der ein ausgesprochener Beethoven-Experte war, schätzte an dem Komponisten nicht nur seinen triumphalen Gestus; er wies immer wieder darauf hin, dass der Bonner Meister auch deshalb allgemeingültig ist, weil seine Musik große Menschheitsideen behandelt. Für Beethoven fängt die Musik erst nach der Revolution an – dann, wenn es um die Frage geht, wie alle Menschen in Frieden miteinander leben können. Daniel Barenboim weiß um diesen Geist des Aufbruchs und den Idealismus, um die revolutionäre Kraft und die Macht der Visionen – und auch deshalb klingt sein Beethoven so zeitgeistig, so aktuell, so modern.

Gerade die Neunte Symphonie mit Schillers »Ode an die Freude« ist längst ein internationales Glaubensbekenntnis der Menschheit: Sie dient als Europa- und als Fußball-Hymne, sie wurde zur Vereinigung Deutschlands gespielt und erklingt überall dort, wo Menschen einander mit Respekt nahe kommen. Das Open-Air-Konzert mit der Neunten in der Berliner Waldbühne im Sommer 2011 war ein Fest für alle Menschen; interpretiert wurde dieses Meisterwerk von den Solisten Anja Harteros, Waltraud Meier, Peter Seiffert und René Pape. Kein Werk scheint so perfekt zu sein für eine Welt im Umbruch wie dieses, gespielt von einem Orchester, das beim Musizieren immer auch die Hoffnung auf Freiheit und Frieden erklingen lässt.

The Albums

Beethoven For All

Beethoven For All

Daniel Barenboim &
The West-Eastern Divan Orchestra
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